Kinderwagen auf Kufen für schneereiche Regionen

Wer sich mit Kinderwagen schon mal tapfer Sonntags durch Eis und Schnee wagt, der wird sich freuen über eine Erfindung aus dem Vogtland. Mit seinem Kinderwagen auf Kufen wird der Tüftler zwar Mütter erfreuen. Er ist aber kein Pionier auf dem Gebiet, wie eine technische Zeichnung aus dem Jahre 1942 beweist.

Für besonders schneereiche Gegenden gibt es ab sofort den Kinderwagen auf Kufen. Aber halt, eigentlich bewegt sich der Erfinder noch eher in der Versuchsphase mit seinnem Prototypen. Gemäß Freier Presse, einer Chemnitzer Regionalzeitung, hatte der junge Ingenieur und Schnee-Kinderwagen-Tüftler aus dem Vogtland vor rund 70 Jahren bereits einen Vorgänger. Gewissermaßen als „vorauseilendes Plagiat“ erdachte damals der findige Arthur Müller – seines Zeichens Besitzer einer Fahrzeug- und Sportgerätefabrik – dieselbe Idee. Sein Sohn Friedrich Müller, der involviert war, zeigt noch heute die eigenhändig im Jahre 1942 gefertigte, technische Zeichnung. So konnte die ursprüngliche ideelle Leistung, die Innovation aus dem Hause Müller, dokumentiert werden. Den „Erfinder aus dem 21. Jahrhundert“ ficht da nicht an, er gönnt seinem Vorgänger die Pionierarbeit.

Der Vollständigkeit halber: Arthur Müller scheint damals nicht in Produktion gegangen zu sein. In der Familie aber hatte er gemeinsam mit seinem Sohn dafür gesorgt, dass die eigenen Kinderwagen mit der von ihm erdachten Kufen ausgestattet wurden. Schon damals galt das Erzgebirge als schneereiche Gegend und Mann bzw. Frau hatte schon mal Schwierigkeiten, das Baby-Vehikel bei der Spazierfahrt zu bewegen. Zu guter Letzt eine Anmerkung: In dem Artikel geht der gute Peter Wolf fast unter, der in den sechsziger Jahren seinerseits „Schneeschuhe für Kinderwagen“ kreiert hatte, allerdings wohl auch nie über Serienreife nachdachte. Hier lang geht es zur Quelle: Freie Presse.

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